DSGVO für Physiotherapie-Praxen
Weniger Risiko. Mehr Vertrauen.
Patienten geben sensible Daten ab – online wie offline. Darum muss Ihre Website bei Formularen, Cookies und externen Tools sauber aufgestellt sein: verständlich, transparent und rechtssicher.
Die 5 wichtigsten DSGVO-Punkte auf Ihrer Praxis-Website
Ihre Website ist oft der erste Kontakt – und damit der erste Datenfluss
Viele Praxis-Websites sammeln Daten, ohne dass es bewusst „nach Daten“ aussieht:
- Kontaktformular (Name, Telefon, Terminwunsch)
- Online-Terminbuchung (z. B. über externe Anbieter)
- Tracking/Analytics (Besucherverhalten)
- Eingebettete Inhalte (Maps, Fonts, Videos)
- Newsletter/Marketing-Tools
Und jetzt der Knackpunkt: Schon kleine Hinweise im Freitext („Ich habe Schmerzen…“, „Bandscheibe…“) können
Gesundheitsbezug herstellen. Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt.
Kontaktformular: Daten gezielt begrenzen
Formulare erfassen Name, Telefon und Terminwunsch. Begrenzen Sie Freitext, nutzen Sie Pflichtfelder sparsam und ergänzen Sie den Hinweis „Bitte keine Gesundheitsdetails eingeben“. So vermeiden Sie Art.-9-Bezug durch Schmerzbeschreibungen.
Terminbuchung: Externe Tools prüfen
Bei externen Buchungssystemen fließen Daten an Dritte. Klare Weiterleitung, Auftragsverarbeitung, Datenschutzlink und Einwilligung. So bleibt der erste Datenfluss transparent und rechtssicher.
Analytics: Nur mit Einwilligung
Viele Analyse-Tools sammeln mehr Daten als nötig. Darum gilt: nur einsetzen, was wirklich gebraucht wird – und erst nach Zustimmung. So bleibt Ihre Website professionell, datensparsam und rechtlich auf der sicheren Seite.
Einbettungen: Dritte vermeiden
Maps, Fonts, Videos senden oft Daten an Anbieter. Nutze lokale Fonts, Zwei-Klick-Lösungen und Lazy Load. So kontrollierst du Datenflüsse und schützt Besucher.
Newsletter: Double-Opt-In Pflicht
Newsletter erfordern eine Einwilligung, Double-Opt-In und einen Abmeldelink. Speichern Sie die Nachweise und halten Sie die Inhalte sachlich. So bleibt Ihr Marketing sauber – ohne ungewollten Gesundheitsbezug.
DSGVO-Stolperfallen auf Praxis-Websites
Erster Kontakt = erster Datenfluss
Schon kleine Website-Details können Gesundheitsbezug auslösen oder Daten an Dritte senden. Darum zählt: minimieren, transparent erklären, technisch absichern – und Tracking/Einbettungen erst nach Zustimmung laden.
- Gesundheitsdaten (Art. 9)
- Datensparsamkeit
- Zweckbindung
- Technische Absicherung
- Cookie-Consent (TDDDG)
- Consent-First Laden
- Freitext begrenzen
Gesundheitsdaten: Art. 9 DSGVO Risiko
Gesundheitsdaten sind besonders geschützt. Schon „Schmerzen“ im Formular kann Art. 9 DSGVO auslösen. Dann braucht es klare Rechtsgrundlage, strikte Zwecke und erhöhte technische Absicherung.
Transparenz & Datensparsamkeit
Wenn Ihre Website Daten erhebt oder an Dritte sendet, muss das transparent, minimiert und zweckgebunden sein. Nur nötige Felder, klare Hinweise, sichere Übertragung.
Cookie-Consent nach TDDDG
In Deutschland gilt zusätzlich das TDDDG: Speichern oder Auslesen am Endgerät braucht Einwilligung, außer es ist unbedingt erforderlich. Datenschutzerklärung allein reicht nicht.
Formulare: Freitext vermeiden
Vermeiden Sie Felder wie „Erzählen Sie Ihr Problem“. Begrenzen Sie Freitext oder führen Sie ihn organisatorisch („Rückruf, Termin, Anliegen“). So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Gesundheitsdaten im Webformular landen.
Online-Terminbuchung über Drittanbieter
Doctolib & Co. sind praktisch – datenschutzrechtlich aber ein eigener Datenfluss. Darum müssen Einbindung, Hinweise und Datenschutzerklärung zusammenpassen und klar auffindbar sein.
Google Maps, YouTube & externe Inhalte
Wenn externe Inhalte sofort laden, können Daten schon beim Seitenaufruf an Dritte übertragen werden. Ich setze deshalb eine 2-Klick-Lösung oder ein consent-gesteuertes Nachladen um.
Datenschutzerklärung
Die Datenschutzerklärung ist nicht nur Pflichttext, sondern zeigt Transparenz. Gerade im Gesundheitsbereich stärkt das Vertrauen.

Was Sie konkret gewinnen, wenn Datenschutz sauber umgesetzt ist
Ich sehe 3 direkte Vorteile für Ihre Praxis:
- Vertrauen: Patienten merken, wenn eine Praxis professionell mit sensiblen Themen umgeht.
- Weniger Risiko: Datenschutzverstöße sind unnötige Baustellen – gerade bei Tracking, Einbindungen, Formularen.
- Bessere Nutzerführung: Ein klarer, datensparsamer Prozess macht Terminwege einfacher (weniger Rückfragen, weniger Abbrüche).

Meine Datenschutz-Checkliste für Praxis-Websites (praxisnah, ohne Juristen-Deutsch)
Technik & Setup
- HTTPS/TLS aktiv, sichere Hosting-Basis
- Updatestrategie (WordPress, Themes, Plugins)
- Minimierung von Drittanbieter-Skripten (nur was Sie wirklich brauchen)
Formulare
- nur notwendige Pflichtfelder
- Zweck klar benennen („Termin / Rückruf“)
- keine unnötigen Gesundheitsdetails abfragen
Cookies & Einwilligung
- Consent-Banner, der wirklich steuert (nicht nur „informiert“)
- nicht notwendige Tools erst nach Einwilligung
- saubere Kategorisierung (notwendig / Statistik / Marketing)
Drittanbieter
- Maps/Fonts/Videos bewusst einbinden (ggf. 2-Klick)
- Termin-Tools datenschutzkonform integrieren und transparent erklären
In 30 Sekunden zum nächsten Schritt
Kreuzen Sie kurz an, worum es geht und wie der Stand ist. Ich nehme zeitnah Kontakt zu Ihnen auf – mit einer konkreten Empfehlung. Kostenlos, unverbindlich, ohne Umwege.
